Gemeinschaftlich anders einkaufen

Wir schreiben die Geschichte des selbstbestimmten Einkaufens fort. Wir gründen einen kooperativen Supermarkt in Köln!

Eine Kooperative ist ein Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam wirtschaften. Ob sie nun Wohnungen bauen oder sich um die Energieversorgung oder Finanzen ihrer Mitglieder kümmern: In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Kooperativen bzw. Genossenschaften, die von ihren Mitgliedern getragen werden und in deren Interesse handeln.

Auch die Idee einer Kooperative, die gemeinschaftlich Lebensmittel einkauft und diese dann zum Selbstkostenpreis an die Mitglieder weitergibt, ist nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert organisierten sich Arbeiter:innen zu Konsumgenossenschaften, da sie sich die überteuerten Lebensmittel beim Kramer um die Ecke nicht leisten konnten. In den 1970ern kam der ökologische Gedanke hinzu: Studentent:innen gründeten Initiativen, die in Sammelbestellungen Produkte aus biologischer Landwirtschaft bezogen und damit zeitgleich ein politisches Statement setzten. Umweltschutz und die Unterstützung regionaler Betriebe waren ihnen dabei mindestens genauso wichtig wie Qualität und Preis der Lebensmittel.

Auch wir wünschen uns wirtschaftliche Systeme, in denen Nachhaltigkeit eine größere Rolle spielt. Ökologisch und fairer Konsum sollte nichts mit der Dicke des Geldbeutels zu tun haben. Derzeit schlagen Großkonzerne Proft aus dem Geschäft mit Lebensmitteln und wir als Kund:innen werden unbewusst gelenkt und haben keinerlei Mitspracherecht.

Die Park Slope Food Coop in Brooklyn, La Louve in Paris, die SuperCoop in Berlin und FoodHub München zeigen uns, wie das Konzept kooperativer Supermarkt funktionieren kann – und wir setzen das Ganze hier in Köln um!

Ein kurzes Video über die Park Slope Food Coop gibt es hier: