Welche Strukturen bringen uns zum Schaffen?

Welche Strukturen bringen uns zum Schaffen?

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In diesem Artikel erfährst Du in welchen Organen und Strukturen sich das köllektiv derzeit organisiert. Du erhätst einen Blick aufs große Ganze.

Die Frage im Titel haben wir uns zu Beginn auch gestellt. Schnell hatten wir für uns die Arbeit in AGs entdeckt. AGs sind Arbeitsgruppen, die sich einem bestimmten Thema/Tätigkeitsfeld annehmen und dieses bearbeiten. So gibt es bei uns z.B. die AG Verwaltung, die das daily business rund um unser köllektiv gestaltet. Jede*r kann sich einer AG zu ordnen und mitgestalten, da alles auf Freiwilligkeit beruht, gibt es köllektivistas, die mehr machen und welche die weniger machen.

In zweiwöchentlichem Rhythmus veranstalten wir Plena zu denen sich jede*r dazuschalten darf. Diese Plena sind digital und funktionieren mit geeigneter Moderation für uns sehr gut. In den Plena werden aktuelle Ergebnisse aus den AGs vorgestellt und evtl. Abstimmungen getroffen. Manchmal wird auch durch eine AG ein erstes Stimmungsbild des köllektiv eingeholt, mit dem diese dann an einem Thema weiterarbeitet. Zum Teil sind die Plena bei uns sehr kurz, wenn nichts auf der Tagesordnung steht. Manche sind lang, wenn viel passiert ist. Jedoch versuchen wir die Plena nicht länger als zwei Stunden dauern zu lassen. Mit steigender Dauer sinkt bei uns die Lust und Aufmerksamkeit :-). Fokus ist uns an der Stelle sehr wichtig.

Circa ein halbes Jahr nach der Gründung hatten wir zwei neue Teams eingeführt, Teams Strategy (TS) und Team Care (TC). Das war aus dem Schmerz entstanden, dass jede AG vor sich hinarbeitete und keine*r so richtig wusste, was gerade als nächster wichtiger Schritt auf dem Weg zum genossenschaftlichen Supermarkt ansteht.

Team Strategys Rolle ist es eine übergeordnete Strategie im Blick zu haben. Zu definieren, welche Themen als nächstes angegangen werden müssen und was gerade nicht so wichtig ist. Die AGs mit ihren Tätigkeiten im Blick zu haben und alles gekonnt zusammen zu führen. Dabei tritt TS nicht in einer Chef- sondern “Leitplanken-”Rolle auf. TS nimmt eine koordinierende Stellung innerhalb des köllektivs ein und verfolgt das Ziel, die AGs zu fokussierter und zielgerichteter Arbeit zu animieren.

Team Cares Rolle ist es darauf zu achten, dass wir innerhalb des köllektivs gut zusammenarbeiten und sein können. TC hat den klaren Fokus auf dem menschlichen Umgang und versucht ein faires und gleichberechtigtes Handeln zu ermöglichen. Das Team hat somit auch eine Art Kontrollfunktion und schaut nach den Befindlichkeiten einzelner köllektivista.

Beide Teams bestehen aus maximal drei Personen, wobei sich bei uns bisher ein Zweiergespann sehr gut etabliert hat. Die Teams werden bisher für drei Monate gewählt.

Mit den Teams haben wir auch die Retro- & Fokus-Plena eingeführt. Diese finden zur Wahl der Teams alle drei Monate statt und dienen der Rück- bzw. Vorschau. Was lief gut? Wo können wir besser werden? Worauf möchten wir uns in der Zukunft konzentrieren?

Immer wieder standen wir auch vor großen Fragen, wie z.B. “Was ist eigentlich unsere Vision?”. Für solche Themen hat es sich bei uns bewehrt einen intensiv Workshop anzubieten, an dem alle köllektivista teilnehmen können. Der Workshopinhalt ist fokussiert auf ein Thema und soll zu einem Beschluss oder gemeinsamen Verständnis einer Sachen führen. Häufig finden unsere Workshops an einem Samstag statt und dauern mit Pause ca. 5h.

Wir haben für uns festgestellt, dass die Arbeit in AGs vor allem für wiederkehrende Themen sinnvoll ist. So gibt es z.B. die AG IT, die in der Hauptsache unsere IT-Infrastruktur am Laufen hält. Um aber auf neue Themen schnell und konzentriert reagieren zu können gibt es bei uns nun auch immer öfter Projekte.

In Projekten finden sich köllektivista zusammen, die ein Thema bearbeiten was abschließbar ist. Das Projekt Webseite etwa kümmert sich um die Erstellung unserer Webseite. Wenn diese erstellt ist, wird sie in die Verantwortung einer AG übergehen, die diese dann weiter administrieren kann.

Danke fürs Durchhalten bis hierhin. Wir hoffen, der Artikel konnte Dich inspirieren und Du nimmst für Dich ein paar gute Ideen mit.

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